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Bild Hermann PreyHermann Prey

Hermann Prey und Bad Urach

Der weltberühmte Bariton stand auf dem Gipfel seiner Karriere, als er sich dazu entschloss, die Herbstlichen Musiktage Bad Urach ins Leben zu rufen: 1981 war das Jahr, wo er in Bayreuth als Sixtus Beckmesser in Wagners Meistersingern von Nürnberg ein sensationelles Rollendebüt ablegte. Mit dem Figaro in Rossinis Barbier von Sevilla und dem Papageno in Mozarts Zauberflöte hatte er Operngeschichte geschrieben, als Liedinterpret gehörte er schon zwanzig Jahre lang zur Weltspitze. Zahllose Fernsehauftritte hatten ihn auch außerhalb der Konzertsäle und Opernhäuser zu einem Medienstar gemacht.

In Bad Urach sah Hermann Prey die Möglichkeit, in Ruhe außerhalb der großen Musikmetropolen neue Programme zu entwickeln, innerhalb eines Festivals streng konzeptionell zu arbeiten - also Konzerte zu veranstalten, die - wenigstens teilweise - außerhalb des Üblichen lagen.

18 Jahre lang war Hermann Prey künstlerischer Leiter der Herbstlichen Musiktage. Über 80 Mal stand er selbst auf der Bühne. Sein Wirken in Bad Urach ist in zahlreichen Schallplatteneinspielungen dokumentiert. Die alte Bad Uracher Festhalle entdeckte er als idealen Konzertsaal mit hervorragender Akustik. Er gab damit den Anstoß für die komplette Renovierung des Innenraums.

Für seine Verdienste wurde er 1992 vom Land Baden-Württemberg zum Professor ernannt. Die Stadt Bad Urach verlieh ihm 1994 die Ehrenbürgerwürde. Am 4. Oktober 2000 wurde im Rahmen der Herbstlichen Musiktage der "Hermann-Prey-Platz" eingeweiht.